Neue Verpackungsanforderungen der EU

Machen Sie Ihre Verpackung zu einem Wettbewerbsvorteil – bevor die neuen EU-Regeln sie zu einer Herausforderung machen

Lebensmittelverschwendung ist eine riesige Herausforderung – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Unternehmen der Lebensmittel - und Getränkeindustrie. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass über 30 % der weltweiten Nahrungsmittel im Müll landen. Daher ist es nicht nur eine gute Idee, Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen – es ist eine Notwendigkeit.

Doch damit ist der Kampf noch nicht zu Ende. Verpackungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Abfallreduzierung, aber was passiert mit all den Verpackungen, die wir verwenden? Zu viel Kunststoff und nicht biologisch abbaubare Materialien enden als Abfall, der unsere Umwelt belastet. Es muss geändert werden.

Bereits 1994 unternahm die EU mit der Richtlinie „94/62/EG‟ einen wichtigen Schritt, der Verpackungsabfälle reduzieren und Wiederverwendung und Recycling fördern sollte. Das Ziel war klar: 50–65 % aller Verpackungen mussten recycelt werden, und 25–45 % mussten recycelt werden. Aber wir sind noch weit vom Ziel entfernt.

Daher verschärft die EU nun mit der neuen „Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR)‟ die Anforderungen. Die neuen Regeln setzen noch klarere Ziele für den Umgang mit Verpackungen – nicht als Abfall, sondern als wertvolle Ressource, die wir immer wieder nutzen können.

Ist Ihre Verpackung zukunftssicher? Jetzt ist es an der Zeit zu handeln.

 

Wie baut PPWR auf der EU-Richtlinie auf?

Die EU hat seit langem Ambitionen für einen umweltfreundlicheren Verpackungsansatz. Bereits 1994 wurde die Richtlinie 94/62/EG verabschiedet, um die Mitgliedstaaten dazu zu bewegen, Verantwortung zu übernehmen und Verpackungsabfälle zu reduzieren. Der Plan bestand darin, einen klaren Rahmen mit nationalen Programmen, finanziellen Anreizen und Programmen zur Herstellerverantwortung zu schaffen, damit wir den Überkonsum begrenzen und die Umweltschäden minimieren können.

Der Schwerpunkt lag auf wiederverwendbaren Materialien und Recycling und gleichzeitig wurden Beschränkungen für Schwermetalle in Verpackungen eingeführt. Um die Verfolgung der Fortschritte zu erleichtern und die Erreichung der Ziele sicherzustellen, wurden nationale Kennzeichnungssysteme eingeführt.

Doch schnell wurde klar, dass die Regeln nicht ausreichten. Vielen Mitgliedstaaten fiel es schwer, die Anforderungen zu erfüllen, und der Bedarf an einer aktualisierten Strategie wuchs. Daher begann die EU im Jahr 2020 mit einer gründlichen Überarbeitung und im April 2024 wurden die neuen Regeln im PPWR schließlich verabschiedet.

PPWR erhöht seine Ambitionen und legt konkrete Ziele fest, um Einwegkunststoffe bis 2030 einzuschränken, wenn die umfassendsten Verbote und Beschränkungen in Kraft treten. Darüber hinaus verbietet es die Verwendung von PFAs – den problematischen chemischen Verbindungen, die häufig in Kunststoffverpackungen vorkommen – in Materialien, die in direkten Kontakt mit Lebensmitteln und Getränken kommen.

Die neuen Regeln legen auch strengere Recyclingziele für verschiedene Materialien fest:

  • 75 % für Papier und Pappe
  • 70 % für Glas
  • 70 % für Ferrometalle
  • 50 % für Kunststoff
  • 50 % für Aluminium
  • 25 % für Holz

PPWR geht noch einen Schritt weiter und legt Anforderungen fest, wie viel recycelter Kunststoff in Verpackungen enthalten sein sollte, und klärt gleichzeitig, wie Sammel- und Pfandrückgabesysteme funktionieren sollten. Alles mit dem Ziel, eine echte Kreislaufwirtschaft zu schaffen, in der Verpackungen kein Abfall mehr sind, sondern eine Ressource, die wir recyceln und schützen.

Mit PPWR wird der Kampf der EU gegen Verpackungsabfälle und umweltschädliche Materialien gezielter – und wir alle haben die Chance, zu einer grüneren Zukunft beizutragen.

 

Was sagen die Experten zu PPWR?

Bei Aptean, einem der führenden Anbieter von ERP-Lösungen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, haben sie sich gründlich damit vertraut gemacht, was die neuen PPWR-Regeln für die Branche bedeuten. Sie gehen auf die Details ein, damit Unternehmen die neuen Anforderungen besser meistern können.

Für uns ist ihre Einsicht entscheidend. Über unsere Marke Notora arbeiten wir eng mit Aptean zusammen und genau deshalb verfolgen wir die Entwicklungen aufmerksam –, um sicherzustellen, dass unsere Kunden optimal auf zukünftige Verpackungsanforderungen vorbereitet sind.

 

Frage 1: Warum sind die neuen EU-Vorschriften für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wichtig?
Fast alle Lebensmittel werden verpackt, um Qualität und Haltbarkeit zu gewährleisten. Die Reduzierung der Verpackung oder die Umstellung auf nachhaltige Materialien ist jedoch eine Herausforderung. Die neuen Regeln sind notwendig, um Bußgelder zu vermeiden, dem Wunsch der Verbraucher nach umweltfreundlichen Verpackungen gerecht zu werden und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Gleichzeitig fördern sie Innovation und Zusammenarbeit in der Lieferkette.

 

Frage 2: Welche Bereiche der Branche sind am stärksten betroffen?
Alle. Unabhängig davon, ob es sich um verarbeitete Lebensmittel, Einzelhandel, Milchprodukte, Fleisch oder frische Produkte handelt, werden sich die neuen Anforderungen auf die Verpackungsauswahl auswirken. Obst und Gemüse, die oft in Plastik verpackt sind, müssen z.B. neue Lösungen haben. Viele Einzelhandelsketten benötigen bereits nachhaltige Verpackungen, was die Forschung nach recycelbaren Materialien vorantreibt.

 

Frage 3: Was sind die besten Alternativen zu Einwegkunststoffen und PFAs?
Die Optionen hängen vom Produkt ab. Innovative Lösungen wie Algen oder Folien auf Milchbasis gewinnen an Bedeutung, während Glas und Biokunststoffe weiter verbreitet sind. Besonders relevant werden Papier- und Kartonverpackungen aus recycelten Materialien für frische Produkte. Allerdings müssen die Umweltauswirkungen der Produktion stets berücksichtigt werden.

 

Frage 4: Wie hilft die Software von Aptean Unternehmen, die neuen Regeln einzuhalten?
Die Lösungen von Aptean gewährleisten automatische Compliance und Kostenmanagement. Zu den wichtigsten Modulen gehören:

  • Umweltsteuermanagement berechnet Verpackungssteuern in der gesamten EU.
  • Qualitätskontrolle sorgt für eine korrekte Verpackung nach Erhalt der Ware.
  • Handelsmanagement integriert Verpackungskosten in die Preisberechnungen.
  • Profile stellt sicher, dass die Produkte in einer zugelassenen Verpackung geliefert werden.
  • Erweiterter Workflow optimiert Prozesse beim Übergang zu neuen Verpackungsmaterialien.

 

 

Nehmen Sie am Übergang teil – macht Verpackung zu einer Stärke, nicht zu einer Belastung

Die neuen EU-Vorschriften im Rahmen des PPWR stellen mehr als nur Compliance-Anforderungen dar – sie sind eine Chance für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Innovationen voranzutreiben, Nachhaltigkeit zu stärken und die Erwartungen der Kunden an umweltfreundliche Lösungen zu erfüllen.

Aptean ist bereit, Ihrem Unternehmen dabei zu helfen, sich in den neuen Regeln zurechtzufinden und diese als Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Mit ihren maßgeschneiderten Softwarelösungen können Sie Ihre Verpackungs - und Abfallprozesse effektiv verwalten und gleichzeitig Ihr Endergebnis stärken.

Ist Ihr Unternehmen bereit, den Sprung zu wagen?
Kontaktieren Sie uns noch heute und lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Ihr Unternehmen für die Anforderungen und Chancen der Zukunft gerüstet ist.